Dienstag, 22. November 2011

Freundschafts-Preise

Wer kennt es nicht: liebe Freunde möchten ein Produkt erwerben oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Soweit so gut. Doch dann kommt die beinahe obligate Frage: "Gell, Du machst mir einen Freundschaftspreis?"

Philosophisch betrachtet stellt sich da die Frage: was genau ist ein "Freund"?
Jemand der möchte, dass es mir gut geht, dass ich mit meiner Arbeit für meine Lebenskosten, für ein gutes Leben aufkommen kann? - Oder jemand, der möchte, dass es nur ihm allein gut geht, weil er bei mir um ein paar Prozente Rabatt gefeilscht hat?

Kürzlich las ich in einem Restaurant in der Zürcher Altstadt folgenden Bilderspruch:
"Sollen Freunde wir verbleiben,
lasst nicht viel ins Büchlein schreiben.
Dass auch ich den Bauersmann
prompt und bar bezahlen kann."

Auch wenn es hierbei nicht um Prozente sondern um offene Rechnungen geht: das Grundthema bleibt das gleiche.
Jemand empfahl: "Bei Freunden schlage ich immer zuerst 15% auf den Preis, damit ich nachher 10% Freundschaftspreis gewähren kann."

Eine andere Variante: gerade im Freundeskreis den angebotenen Preis akzeptieren und die Rechnungen prompt bezahlen. Macht allen ein gutes Gefühl, schenkt Freude und Wertschätzung.
Und ermöglicht es dem Anbieter, in speziellen Situationen - freiwillig und aus eigenem Bedürfnis - ein spezielles Geschenk in Form eines "Freundschaftspreises" zu machen.

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